Mühle Hönisch

Standort: An der Windmühle

Die Windmühle Hönisch ist erstmalig im Jahr 1471 erwähnt. Die Verdener Bischofschronik berichtet, daß damals der Domherr Nicolaus von Mandesloh eine Ladung von 20 Molt Roggen (rund 75 Zentner), die er vom Bischof Johann geliehen, an den Nachfolger Bischof Barthold in der Mühle vor Verden zurückgegeben hat. Danach ist anzunehmen, daß die Mühle zu der Zeit im Besitz der Kirche war. In der Folgezeit wechselte die Marschwindmühle mehrmals ihre Besitzer. Über 100 Jahre, von 1581 bis 1684, gehörte sie zum Gut Stedebergen. Als die Mühle 1779 an den bisherigen Pächter Lohmann verkauft wurde, ist sie als Bockmühle bezeichnet worden. Durch Sturm wurde sie 1789 zerstört. Der Müller baute sie als Holländermühle wieder auf und verkaufte dann den Betrieb an den Müller Worthmann. Diese Mühle, von ihm nochmals vergrößert und modernisiert, ist vielen noch bekannt. Der Mühlenbetrieb lief bis 1965, seitdem stand sie als Denkmal einer vergangenen Zeit vor den Toren der Stadt. Die Stadt Verden wollte die Mühle erwerben, um sie zu erhalten. Aber wenige Tage vor dem Abschluß des Kaufvertrages zerstörte am 8. Juli 1984 ein Großfeuer das historische Bauwerk aus dem Jahre 1789.
Quelle: Jürgen Siemers – Straßennamen in der Stadt Verden -Entstehung und Bedeutung-