Krankenhaus

Standort: Eitzer Straße 20

Der Plan, ein Krankenhaus zu errichten, bestand seit 1860. Anläßlich eines Besuches des hannoverschen Königs Georg V. wurde ein Domkonzert gegeben, dessen Reingewinn von 289 Talern einem neugegründeten Krankenhausfonds zufloß. Das war damals der Anfang und dann dauerte es noch über 30 Jahre, bis 1892 das Verdener Krankenhaus eingeweiht wurde. Aus den Stadtakten ist nicht erkennbar, aus welchen Gründen der Bau nicht vorangetrieben wurde. Da die Schaffung eines Krankenhauses aus vielerlei Gründen aber dringend erforderlich wurde, hatte der Magistrat im Jahre 1873 ein kleines Haus auf dem Mühlenberg angemietet und provisorisch dort ein Krankenhaus eingerichtet.

Der Bau des Krankenhauses auf dem Burgberg war mit 80.000 Mark veranschlagt worden; dieser Betrag konnte beinahe aus dem Krankenhausfonds beglichen werden, der inzwischen auf 76.000 Mark angewachsen war. Das restliche fehlende Geld kam aus den Überschüssen der Sparkasse. Am 10. November 1892 wurde das neue Haus eingeweiht. Die gleichzeitig erichtete Leichenhalle wurde für Trauerfeiern der ganzen Stadt bis 1962 mitbenutzt. Die ersten Schwestern für die Betreuung der Kranken, denen 40 Betten zur Verfügung standen, kamen aus dem Henriettenstift in Hannover.
Quelle: Jürgen Siemers – Verden – Die Chronologie einer (Klein)-Stadt in Preußen vom 3. Oktober 1866 bis 17. April 1945

Ansichtskarten

 

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