Eitzer Hof

Standort: Walsroder Straße 42

Über die Gastwirtschaft ist ein Schriftstück vom 01. Juli 1865 erhalten, wonach dem Gastwirt und Zimmermeister Heinrich Nieber in Eitze die Konzession für die Gastwirtschaft und den Ausschank zur Allerseite durch den damaligen Landrat Dr. Seifert erteilt wurde. Flößer und Schiffer kehrten gerne hier ein, um sich zu stärken und zu erfrischen. Zur Gastwirtschaft gehörten auch Land, Wiesen und Weiden. Für den hiesigen Schützenverein wurde hinter der Gastwirtschaft ein Schießstand gebaut. Die Feste der Schützen fanden in dieser Gaststätte statt. Auch eine Kegelbahn stand den Gästen zur Verfügung.

Um die Jahrhundertwende fand in Deutschland der Radrennsport starkes Interesse. Das flache Land in Norddeutschland war für das Radrennen ideal. In Verden gründeten die Einwohner 1886 den Radrennverein. Da es kaum Radrennbahnen gab, wurden Rennen (oder Wettkämpfe) auf den Landstraßen ausgetragen. Das war kein Idealzustand. Gastwirt Nieber in Eitze entschloss sich 1890, auf seinem Grundstück hinter der Gastwirtschaft eine Rennbahn zu bauen, auf der die Sportler trainieren und Veranstaltungen abhalten konnten. Vom Staat, der Kreisverwaltung oder der Stadt Verden waren keinerlei Zuschüsse zu erwarten. Gastwirt Nieber hoffte auf ein gutes Geschäft, das ihm die Rennbahn einbringen würde. Leider lies Jahre später das Interesse am Radrennsport auch in Eitze nach. 1908 wurde das letzte Rennen gefahren, weil die Kosten nicht mehr durch Einnahmen zu decken waren. Andere Sportarten verdrängten den Radrennsport. 1943 wurde die nicht mehr benutzte Rennbahn planiert. Das Gelände wurde jetzt für land- und forstwirtschaftliche Zwecke genutzt. Jahre später entstand hier der Sportplatz.

1913 vernichtete ein Brand den Eitzer Schützenhof. Beim Wiederaufbau wurde die Gastwirtschaft durch Fremdenzimmer, einen neuen Clubraum und einen großen Saal erweitert. Ende Juni 2013 wurde der Eitzer Hof für immer geschlossen. Ein Nachfolger für die Gaststätte konnte leider nicht gefunden werden, somit wurde das gesamte Gebäude und Grundstück an eine Grundbesitzgesellschaft verkauft. An dieser Stelle sollen Wohnhäuser entstehen.
Quelle: .www.eitze.de

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